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Kultur- und Zeitgeschichte

Robertus Keuchenius

Mannheim
Das älteste Gedicht über die Residenz- und Festungsstadt (lateinisch / deutsch)

Herausgegeben von Hermann Wiegand, Gereon Becht-Jördens und Peter Mathes

2026, geb., 160 S., zahlr. Abb., 24,00 €, ISBN 978-3-86809-217-2

 

In typisch humanistischer Darstellungsweise bemüht sich Robertus Keuchenius, die Entstehungsgeschichte der Stadt Mannheim in einem 720 Verse umfassenden Gedicht möglichst weit in eine antike Vergangenheit zu verlegen und deren Geschichte mit der »großen« Geschichte zu verknüpfen. Ausführlicher als viele seiner Vorgänger im poetischen Städtelob geht er auf die Geschichte der Stadt ein. Dabei scheut er sich so wenig wie seine »Kollegen«, diese Geschichte zu überhöhen und – da, wo gesicherte Nachrichten fehlen – imAnschluss an von ihm verwendete Quellen in großem Umfang zu fabulieren und die Geschicke der (real noch gar nicht existierenden) Stadt mit Ereignissen und Personen der antiken und mittelalterlichen Geschichte zu verknüpfen. Für den Namen der Stadt kommt ihm dabei der glückliche Umstand zu Hilfe, dass ihm mit Mannus ein (natürlich fiktiver) Namensgeber zur Verfügung steht, der sich auf den Götterspross Mannus aus der Germania des römischen Historikers Tacitus berufen kann. Das Gedicht gipfelt in einen Preis des zweiten Stadtgründers Kurfürst Karl Ludwig.

 

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